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Siemens AG - Healthcare Sector

Bild 1: Behandlungsebene,  Quelle: Siemens
Bild 1: Behandlungsebene, Quelle: Siemens

Leistungsbereich: Kühlwasseranlagen
Projekt: Kühlwasseranlagen der Partikeltherapieanlagen in Marburg und Kiel

Bei den Partikeltherapiezentren handelt es sich um eine revolutionäre Neuentwicklung bei der Behandlung von Krebstumoren. Kennzeichnend für diese Behandlungsart ist die gezielte Bestrahlung mit Protonen oder Kohlenstoffisotopen.
Das Beschleunigersystem setzt sich aus den Quellen für Kohlenstoff und Wasserstoff -, dem Linearbeschleuniger, dem Ringbeschleuniger und den Strahlauslässen an den Behandlungsplätzen zusammen. In den Ionenquellen werden die für die Bestrahlung erforderlichen Teilchen erzeugt. Durch die Erzeugung der Teilchen und die nachfolgende Beschleunigung auf das 0,75-fache der Lichtgeschwindigkeit wird die eingesetzte elektrische Energie zu einem großen Teil in Wärmeenergie umgewandelt.
Die für das Beschleunigersystem installierten Komponenten, wie Netzgeräteschränke, Magneten, Quellen, Hochfrequenzkomponenten und Linearbeschleuniger, sind wassergekühlt. Für die Gewährleistung eines exakten Bestrahlungsergebnisses und einer genauen Ausrichtung des Strahls ist eine konstante Kühlwasservorlauftemperatur an jedem Verbraucher erforderlich. Der maximale Leistungsbedarf für das Kühlwasser unter Berücksichtigung der höchsten Gleichzeitigkeit beträgt 3.500 kW.Um eine hohe Verfügbarkeit der Anlage zu gewährleisten, wird die Kühl- und Kaltwassererzeugung auf mehrere gleichgroße Erzeugereinheiten aufgeteilt.Die geforderte Prozesskühlwassertemperatur an den Headern beträgt 27 °C +/- 1K.
Für die Kühlwassererzeugung werden Hybridkühler eingesetzt, die bis zu einer Feuchtkugeltemperatur von 23 °C den Leistungsbedarf abdecken. Für die Kühlwassererzeugung zur Spitzenlastabdeckung bzw. als Redundanz zu den Hybridkühlern wird eine Kältemaschine mit einer Leistung von 450 kW eingesetzt.
Die Hybridkühler sind für eine Kühlleistung von 3.600 kW im besprühten Betrieb ausgelegt. Die geforderte Leistung wird bis zu einem Luftzustand am Eintritt Kühler von Trocken/Feuchtkugeltemperatur von 35/23 °C erbracht.
Die Temperatur des Kreises wird mit einer variablen Regelung auf konstanter Temperatur gehalten. Die Führungsgröße ist die Vorlauftemperatur im Prozesswasserkreis mit 27°C +/-1K.
Auf Grund der Anforderungen an das Prozesswasser sind alle wasserberührten Teile aus reinwasserbeständigen Materialien ausgeführt. Für die Rohrleitungen wird Edelstahl Werkstoff Nr. 1.4571 eingesetzt.

WIEGEL Gebäudetechnik GmbH

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